Die Geschichte unserer Station

Die Geschichte der ambulanten Pflege reicht weit zurück. So auch in Büdingen und Umgebung. Bereits 1894 wurde im evangelischen Dekanat Büdingen eine Diakonisse für häusliche Pflege eingestellt. Sie wohnte in Glauburg und wurde im gesamten Dekanatsgebiet eingesetzt. 1906 richtete die Kirchengemeinde Büdingen dann eine Schwesternstelle ein, nach dem 1. Weltkrieg folgten weitere Gemeinden im Dekanat. Die Kommunen trugen den Großteil der Kosten. Unterstützung gab es aber auch von Vereinen, die gerade finanzielle Hilfe leisteten. Dieses System hielt sich bis ca. Mitte der Dreißigerjahre. Danach wurden die Gemeindeschwestern in die NS-Organisation eingebunden. Nach den Wirren des 2. Weltkriegs erfolgte in einigen Kirchengemeinden der Wiederaufbau der Schwesternstationen. In den Sechzigerjahren kam die häusliche Pflege jedoch gänzlich zum Erliegen. Der Grund: Es fehlte Geld.

 

All dies änderte sich nach einer kommunalen Gebietsreform. Im Büdinger Land schufen Politiker und Kirchengemeinden eine neue Form der ambulanten Pflege: In allen Ortsteilen sollte eine häusliche Pflege von gleich hoher Qualität gewährleistet sein. Ein Anspruch, den die wenigsten Kirchengemeinden erfüllen konnten. Deshalb schlossen sich 1979 die evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Büdingen zu einem Zweckverband zusammen, der unter dem Namen „Diakoniestation Büdingen“ die häusliche Pflege in allen Ortsteilen garantierte. Es war unsere Geburtsstunde. Bereits 1980 schloss Altenstadt sich uns an. 1983 und 1995 folgten Kefenrod sowie Ranstadt.

 

Vieles veränderte sich im Laufe der Zeit. Neue Herausforderungen mussten bewältigt werden, neue Gesetze traten in Kraft. 1991 kam die Gesundheitsreform, die regelte, dass schwerstpflegebedürftige Menschen Geld von den Krankenkassen erhalten. 1995 trat das Pflegeversicherungsgesetz in Kraft. Ein Gesetz, das große Auswirkungen auf die gesamte Pflegebranche hatte, auch für unsere Station. Stand vorher der Kunde alleinig im Fokus, rückte das Finanzielle immer mehr in den Mittelpunkt. Zudem konnte der Kunde nun selbst entscheiden, welche Pflegeleistungen er in Anspruch nimmt. Und auch die Konkurrenz wurde immer größer. Private Anbieter drängten auf den Markt und sorgten für mächtig Wirbel bei den alteingesessenen Diakoniestationen. Doch egal, wie groß die Veränderungen und Herausforderungen auch waren, wir haben es geschafft sie zu bewältigen.

 

Seit 2018 gehört unsere Diakoniestation Büdingen/Altenstadt nun zur Gesellschaft für diakonische Einrichtungen (GfDS) mit Hauptsitz in Darmstadt. Trotz neuer Trägerschaft hat sich aber eines nicht geändert: unsere Leidenschaft für die Pflege, unsere Leidenschaft für unsere Kunden täglich das Beste zu geben, getreu unserem Motto „zu Hause gut versorgt“.